Modellkommune Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd, 2012

Der Marktplatz von Schwäbisch Gmünd

Die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg GmbH e-Mobil BW mit Sitz in der Landeshauptstadt Stuttgart hat es sich zum Ziel gemacht als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Servicestelle für alle Belange der Elektromobilität den Strukturwandel in der Automobilindustrie bestmöglich zu unterstützen. Eine der strategischen Maßnahmen der e-Mobil BW war die Schaffung von bisher drei baden-württembergischen Modellkommunen. Die Modellkommunen müssen neben der Bereitstellung von Infrastruktur auch gezielte Öffentlichkeitsarbeit leisten und auch die lokale Wirtschaft und das Handwerk mit einbeziehen. Die drei Modellkommunen für Elektromobilität in Baden-Württemberg sind die Stadt Ludwigsburg, die als größte der drei Modellkommunen im Herzen der Region Stuttgart gelegen ist, die Stadt Offenburg, welche Elektromobilität im grenzüberschreitenden Verkehr demonstrieren möchte und wir - die Stadt Schwäbisch Gmünd - die Elektromobilität auch im ländlichen Raum er-FAHR-bar machen will.

Schwäbisch Gmünd, 2012

Die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd hat einen seiner Schwerpunkte als Modellkommune für Elektromobilität auf den Bildungsbereich gelegt. Dabei haben wir frühzeitig einem entsprechendem Bedarf an Weiterbildungsprogrammen erkannt und entsprechend gehandelt. Die Technische Akademie für berufliche Bildung e.V. in Schwäbisch Gmünd hat sich seit Anfang 2011 komplett neu ausgerichtet und hat sein Angebot um vielfältige Vortragsreihen, Seminare und Weiterbildungsprogramme zum Thema Elektromobilität erweitert. Diese reichen inhaltlich von den Grundlagen der Elektrotechnik bis hin zur Schulung zur Elektrofachkraft für Hochvolt-Systeme KfZ.

Ein weiterer Aspekt der in Zukunft von zunehmender Relevanz sein wird ist die Sichtbarkeit von Elektromobilität in Schwäbisch Gmünd. Hierzu gehört einerseits städtische Infrastruktur wie Ladesäulen und spezielle Parkplätze für Elektroautos, andererseits jedoch auch die eigentlichen Fahrzeuge selbst. Im Bereich der Infrastruktur existiert seit dem Frühjahr 2011 auf der Ostseite des Gmünder Rathaus die erste Ladesäule. Die Standorte für eine ganze Reihe weiterer Ladesäulen im Stadtgebiet werden derzeit von Seiten der Stadtverwaltung gemeinsam mit den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd erörtert, um in den kommenden Monaten einen spürbaren Ausbau der Ladeinfrastruktur zu bewerkstelligen. Gefördert wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur durch das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bewilligten Projekt "Elektromobilität im Stauferland", kurz: EMiS. Weitere Informationen zum EMiS Projekt finden Sie auf der Seite zum EMiS Projekt.

Für die zunehmende Sichtbarkeit der Fahrzeuge in der Stadt sind merhere Maßnahmen vorgesehen. So soll Elektromobilität auch verstärkt im städtischen Fuhrpark Einzug erhalten. Seit 2011 befinden sich zwei E-Bikes vom Typ El-Moto im Besitz der Stadt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h sind sie ideal für dienstliche Fahrten innerhalb des Stadtgebiets und werden als solche auch regelmäßig durch Beschäftigte der Stadtverwaltung eingesetzt. Zum Start des EMiS Projekts werden außerdem zwei städtische PKWs durch E-Fahrzeuge ersetzt. So wird die Stadtkämmerei künftig mit einem e-Smart ausgestattet sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptamts fahren seit Anfang Oktober 2012 begeistert mit einem Nissan Leaf.

Schwäbisch Gmünd, 2012

Einweihung der ersten Ladesäule in Gmünd

Zudem ist der Aufbau eines umfangreichen Carsharing-Angebots geplant. Um vom Start weg im Vergleich zu anderen Städten unserer Größe die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge zu erhöhen und auch die Integration von Elektrofahrzeugen in das Angebot zu ermöglichen, sollen sich neben Privatnutzern auch Unternehmen mit Sitz in Schwäbisch Gmünd beim Carsharing beteiligen und die Fahrzeuge für ihre Dienstfahrten mitnutzen. Der Startschuss für das Carsharing in Schwäbisch Gmünd ist für das Jahr 2013 vorgesehen.

Ein weiterer Baustein ist der Aufbau eines Pedelec-Verleihs, der es Bürgern und Besuchern der Stadt dank des unterstützenden Elektromotors ermöglichen soll Stauferland und Remstal ungeachtet des ständigen Berg-Tal-Wechsels spielend zu meistern. Auch dieses Angebot soll bereits im Frühjahr 2013 an den Start gehen.

Alle derzeitigen Planungen und Ideen zur Elektromobilität zielen darauf ab bis zum Beginn der Landesgartenschau im Jahr 2014 im Betrieb zu sein. Unser Ziel ist es, die Landesgartenschau zu einem Schaufenster der Elektromobilitätsnutzung zu machen. Die hierfür konkret geplanten Maßnahmen finden Sie auf der Sonderseite zur Landesgartenschau 2014.